Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Seit 2013 verpflichtet das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) Arbeitgeber dazu, psychische Belastungen in ihrem Unternehmen durch die Gefährdungsbeurteilungen zu erfassen. Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist, die Gefährdung aus den psychischen Belastungen zu beseitigen oder zu minimieren und die Arbeit menschengerecht zu gestalten.

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Während das ArbSchG die Schritte einer Gefährdungsbeurteilung genau vorschreibt, bekommen die Unternehmen wenig Informationen darüber, wie diese Handlungsschritte konkret umgesetzte werden sollen. Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) wird etwas konkreter und empfiehlt die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in zwei Phasen umzusetzen und diese Zweiteilung auch bei der Auswahl der geeigneten Methoden zu berücksichtigen:

  • 1. Phase: Durchführung „Grobanalyse“ zur Identifikation von Belastungs- und Handlungsschwerpunkten
  • 2. Phase: Durchführung „Feinanalyse“ zur genauen Analyse der identifizierten Bereiche und Ableitung geeigneter Maßnahmen) Dennoch zeigt sich in der Praxis, dass die Auswahl der richtigen Verfahren und Methoden zur Ermittlung und Beurteilung der psychischen Belastungen und oftmals auch die Ableitung geeigneter Maßnahmen Hürden für die Unternehmen darstellen.

Die Psychologinnen und Psychologen der dispo-Tf Medical & Safety GmbH beraten Sie gerne zu den Themen der Planung und Umsetzung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung.

Das psychologische Angebot der dispo-Tf Medical & Safety GmbH richtet sich ferner auf die praktische Unterstützung bei der Umsetzung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in Ihrem Unternehmen.

Was ist psychische Belastung?

Psychische Belastungen ergeben sich aus den Arbeitsbedingungen und sind definiert als die „Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen einwirken“ (DIN EN ISO 10075-1).

Rufen die psychischen Belastungen eine negative Reaktion bzw. Beanspruchung im Menschen (wie z. B. Stress, Ermüdung oder Konzentrationsschwierigkeiten) hervor, spricht man auch von einer Gefährdung. Denn: Bleiben die ungünstigen psychischen Belastungen und folglich die negative Beanspruchung über längere Zeit unverändert bestehen, trägt das zur Entstehung von ernsten psychischen Störungen (wie z. B. Burn-out oder Depression), aber auch von körperlichen Erkrankungen (wie z. B. des Herz-Kreislauf-Systems) bei.

Was ist der gesetzliche Rahmen?

Das ArbSchG gibt die wesentlichen Schritte einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung vor, die für Arbeitgeber verpflichtend sind (siehe Abbildung).

Abb.: Typischer Ablauf einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Der Arbeitgeber ermittelt die psychischen Belastungen im Unternehmen je nach Art der Tätigkeit, beurteilt, ob von der psychischen Belastung eine Gefährdung für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten ausgeht, und leitet daraus die erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes ab (§ 5). Zur Planung und Durchführung der Maßnahmen sorgt der Arbeitgeber für eine geeignete Organisation und stellt die erforderlichen Mittel bereit (§ 3). Im Anschluss überprüft der Arbeitgeber die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit und wiederholt die Gefährdungsbeurteilung bei sich ändernden Gegebenheiten (§ 3). Dabei gestaltet der Arbeitgeber die Arbeit grundsätzlich so, dass Gefährdungen der Sicherheit und Gesundheit möglichst vermieden oder zumindest möglichst geringgehalten werden (§ 4). Darüber hinaus hat der Arbeitgeber die Pflicht die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung zu dokumentieren und die Dokumentation bei Kontrolle vorlegen zu können (§ 6).

Die praktische Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung kann der Arbeitgeber generell auch an geeignete andere Personen delegieren.

Vorteile der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Neben der Erfüllung der gesetzlichen Pflicht ergeben sich aus der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung weitreichende und langfristige Vorteile für Unternehmen:

  • Verbesserung von Arbeitszufriedenheit, Motivation, Wohlbefinden und Gesundheit der Beschäftigten
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit und Produktivität
  • Verringerung der Kosten durch Abnahme von Fehlern, Fluktuation, Unfällen und Erkrankungen
Nehmen Sie bei Fragen rund um die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen oder Interesse an unserer Dienstleistung in diesem Bereich gerne noch heute Kontakt zu uns auf!



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