Kundeninfos

Kundeninfo Arbeitsschutz Januar 2018

Gefahrgutbeauftragte: Bestellung regelmäßig prüfen

Mit der Bestellung gemäß § 3 GbV ist nicht nur die erste Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten gemeint, sondern auch die fortlaufende Pflicht, einen solchen mit gültigem Schulungsnachweis zu beschäftigen: „Als Gefahrgutbeauftragter darf nur bestellt werden oder als Unternehmer selbst die Funktion des Gefahrgutbeauftragten wahrnehmen, wer Inhaber eines für den betroffenen Verkehrsträger gültigen Schulungsnachweises nach § 4 ist.“ So schreibt es die Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) in § 3 Abs. 3 vor. Die Verantwortung trägt dafür der Unternehmer: Nach § 9 Abs. 2 Nr. 1 GbV hat er „dafür zu sorgen, dass der Gefahrgutbeauftragte vor seiner Bestellung im Besitz eines gültigen und auf die Tätigkeiten des Unternehmens abgestellten Schulungsnachweises nach § 4 ist.“

Wie die IHK Schwaben berichtet, stellt sich die Frage, ob der Unternehmer nach der ersten Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten verpflichtet ist regelmäßig zu prüfen, ob die erforderlichen Voraussetzungen für die Bestellung weiterhin erfüllt sind. Gemäß § 10 Nr. 1 Buchstabe b GbV handelt ordnungswidrig, „wer vorsätzlich oder fahrlässig als Unternehmer entgegen § 3 Absatz 3 einen Gefahrgutbeauftragten bestellt oder die Funktion des Gefahrgutbeauftragten selbst wahrnimmt, ohne im Besitz eines gültigen Schulungsnachweises nach § 4 zu sein.“

Der Bund/Länder-Fachausschuss (BLFA) Gefahrgut – so die IHK Schwaben – vertritt die Ansicht, dass mit der Bestellung im Sinne von § 3 GbV also nicht nur der Akt der ersten Bestellung eines internen oder externen Gefahrgutbeauftragten gemeint sei, sondern auch die fortlaufende Pflicht, einen Gefahrgutbeauftragten mit gültigem Schulungsnachweis zu beschäftigen.

Quelle: www.gefahrgut.de 12.01.18


Arbeiten im Freien

Ab dem Frühjahr ist es wieder so weit: Alle Beschäftigten, zu deren Aufgaben es gehört, Arbeiten im Freien durchzuführen, sind durch Einwirkungen der UV-Strahlung der Sonne gesundheitlich gefährdet. Hautrötungen durch Sonnenbrand können bereits ab März bis in den Spätsommer hinein auftreten, insbesondere in der Zeit zwischen 11 h und 15 h.
Schäden durch UV-Strahlung spürt man erst, wenn es zu spät ist. Selbst wenn kein sichtbarer Sonnenbrand auftritt, kann die Strahlung das Risiko für Hautkrebs und eine Linsentrübung des Auges (Grauer Star) erhöhen, aber auch zu vorzeitiger Hautalterung beitragen. Eine starke Wärmeeinwirkung kann zudem zur Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und des Wasser- und Elektrolythaushalts führen.

Wie kann ich Sonnenbrand vorbeugen?

Sofern möglich u.a.:

  • Unterstellmöglichkeiten, gerade in den Pausen, nutzen
  • Arbeitsbereiche abschirmen
  • Tätigkeiten im Schatten ausführen oder in geschlossene Räumen verlagern
  • Körperlich anstrengende Tätigkeiten morgens/vormittags oder nachmittags/abends durchführen
  • Körperbedeckende Bekleidung (lange Hose, langärmeliges Hemd/Shirt) tragen, am besten aus Baumwollmaterialien
  • Kopfbedeckung tragen. Durch eine geeignete Kopfbedeckung wird ein ausreichender Schutz vor UV-Strahlung erreicht. Dabei ist besonders auf den Nacken- und Ohrenschutz zu achten. In Arbeitsbereichen, in denen Schutzhelme getragen werden müssen, kann der Nacken- und Ohrenschutz durch ein zusätzliches Tuch (z. B. einknöpfbarer Nackenschutz) erreicht werden.
  • Den Arbeitsbedingungen entsprechende Sonnenbrille tragen
  • UV-Schutzmittel für die von der Kleidung nicht bedeckten Körperteile (z. B. Gesicht, Hände) benutzen. Das UV-Schutzmittel (z. B. Creme, Lotion, Spray) muss einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor besitzen und sollte schweißfest sein.

Ist ein Hitzschlag nicht ausgeschlossen, ist eine gesonderte Unterweisung in Erster Hilfe erforderlich. Ein Hitzschlag ist sehr gefährlich! Er muss sofort behandelt werden (112), um erhebliche Gesundheitsschäden zu vermeiden. Sie können einen Hitzschlag an Atembeschwerden, heißer, roter, trockener Haut, taumelndem Gang, Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit erkennen.

Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrer zuständigen Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Ihrem Betriebsarzt.

Quelle: DGUV I 203-085